Buch

Astronomie unterrichten: Geht das?

Diese Arbeit geht der Frage nach den Möglichkeiten eines Astronomieunterrichts für blinde und sehbehinderte Menschen nach. Zunächst zeigt der Autor, dass astronomischen Inhalten aus Sicht der Gesellschaft eine immense Bedeutung zukommt und dass das Thema Potentiale für die Schule bietet. Sein Plädoyer: Daher sollten auch für Blinde und Sehbehinderte entsprechende Angebote entwickelt werden.

Simon Friedrich Kraus. Astronomie für Blinde und Sehbehinderte: Astronomie für Blinde und Sehbehinderte : Legitimation – Konzepte – Modelle – Materialien. Siegen, Siegen, Universität, Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät, Dissertation, 2015, SZBLIND 2783.

———————————————————————

Buch

Leidenschaft für die Sterne

Coverbild "Blind zu den Sternen"

Bild: zVg

Wie kann ein blinder Mensch eine Liebe zur Astronomie entwickeln, ohne je einen Stern gesehen zu haben? Astronomie ist die Leidenschaft des blinden Autors. In diesem Buch beschreibt er lebendig und anschaulich, wie sein naturwissenschaftliches Interesse und seine Neugierde schon im Kindesalter geweckt wurden, wie er sich diese Welt mit seiner Blindheit erobern konnte und welche Chancen die Astro-nomie für gelebte Inklusion bietet.

Gerhard Jaworek: Blind zu den Sternen : Mein Weg als Astronom. Baden Baden : Aquensis, 2015, SZBLIND 2805

———————————————————————

„Ich zieh dir an, was du nicht siehst“

Selbstrepräsentation und insbesondere die Repräsentation des Geschlechts erfolgt heute fast ausschliesslich über optische Merkmale. Hier stossen Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung an Grenzen. Sie sind auf die Vermittlung anderer Personen angewiesen – und geraten in ein Spannungsfeld zwischen der eigenen Selbstwahrnehmung und den Vorstellungen der vermittelnden Personen.

„Ich zieh dir an, was du nicht siehst!“ ist ein Beitrag über Gender unter dem Aspekt von Blindheit und Sehbehinderung. Der Artikel erschien in der Zeitschrift „aep – Arbeitskreis Emanzipation Partnerschaft“ 4 / 2015. Diese Zeitschrift widmet sich in ihrem über 40-jährigen Bestehen mit dieser Ausgabe erstmals schwerpunktmäßig dem Thema Behinderungen. Verschiedene Autorinnen beleuchten in ihren Texten das Thema, mal mehr als Wissenschaftlerinnen mit und ohne Behinderungen, einmal mehr als persönliche Reflexion über Lebens- und Alltagserfahrungen als Mädchen und Frauen mit Behinderungen. Alle beziehen sich auf aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen und vermitteln – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – kleine, aber vertiefte Einblicke in den großen Themenkomplex.

Barbara Levc: „Ich zieh dir an, was du nicht siehst!“ Selbstbestimmung in der Darstellung des Geschlechts bei Mädchen und Frauen mit Blindheit bzw. hochgradiger Sehbehinderung. Erschienen in: AEP Informationen 4/2015: „Nebensache Frau-Sein“. Schwerpunkt zu Mädchen und Frauen mit Behinderung, S. 29-33.

Download unter: https://aep.at/aep-informationen/ ISSN 2072-781X